Kühlen und Tiefkühlen
 

Das Kühlen von Lebensmitteln ist, um die Qualität für längere Zeit zu erhalten, essentiell. Es ist Vorraussetzung für eine ansprechende Präsentation von Lebensmitteln.
Bei einer Temperatur von 4°C wird die mikrobiologische Aktivität von Bakterien gestoppt und so das Fortschreiten von Fäulnis verhindert.
Die mikrobiologische Aktivität fällt beim Verringern der Temperatur exponentiell ab.
Während des Gefrierprozesses wandelt sich das in den Lebensmitteln enthaltene Wasser in Eis. Wird das Gefriergut zu langsam abgekühlt führt das zur Bildung größerer Eiskristalle, die die Zellstruktur schädigen. Dies führt zum Verlust von Aroma, Feuchtigkeit und Nährstoffen. Es ist nicht nur wichtig das Gefriergut schnell zu frosten, sondern auch gleichmäßig. Plötzliche und starke Temperaturschwankungen führen zu Spannungen und damit zu Rissen in der Oberfläche des Gefrierguts.

Vorteile des Kühlens und Tiefkühlens durch CO2

  • Keine Risse an der Produktoberfläche.
    CO2 hat eine ausreichend niedrige Temperatur (-78,5°C) um einen perfekten Wärmeübergang zu ermöglichen, so dass die Produkte schnell aber schrittweise und gleichmäßig gekühlt werden.
  • Kürzere Kühl- und Frostzeiten als bei mechanischen Methoden, so dass die Produktionszeiten verkürzt werden können.
  • Bessere Lebensmittelqualität, da das CO2- Frostverfahren die hohen Produkt- und Geschmacksqualitäten durch die schützende Mikrokristallbildung erhält. Durch den bakteriostatischen Effekt des CO2 wird das Bakterienwachstum gehemmt.
  • Sichtbare Produktfrische.. CO2 nimmt den Sauerstoff aus der Luft und schützt somit die Lebensmittel vor Oxidation. Durch den schnellen Kühlprozess wird die Produktfarbe nicht verfälscht und die Schrumpfverluste sind minimal.
  • Reduzierte Gewichtsverluste, d.h. max. 0,2% statt der 5% während des mechanischen Tiefkühlverfahrens. Das Resultat ist ein Mehrertrag per kg.
  • Rückstandslos, der feine CO2-Schnee sublimiert zu Gas und hinterlässt keine Rückstände, im Gegensatz zu Wasser.
  • Energiesparmethode. Die CO2- Kühlmethode ist nur zu 12,5% energieabhängig, während das Kühlen mit Stickstoff zu 50% und mechanisches Kühlen zu 100% energieabhängig ist.
  • CO2-Froster brauchen nur kurze Vorkühlzeiten. Besonders CO2-Chargen-Froster bieten gegenüber konventionellen Gefriergeräten entscheidende Vorteile. So dauert z.B. das erneute Kaltfahren der CO2-Froster nur wenige Minuten.
    Das An- bzw. Randfrosten mit CO2 sorgt für Formstabilität. Die Produkte lassen sich besser und gleichmäßiger portionieren.
  • IQF- Frosten (Individually Quick Freezing) wird zur Herstellung von kleinstückigen und lose rollenden Produkten oder Produktkomponenten angewandt. Die Produkte werden mit dem IQF-Verfahren schockgefrostet und behalten somit ihre Qualität, bleiben lose rollend und einzelstückig portionierbar.
  • Tiefgekühlte Lebensmittel und Aufbackwaren, wie Brötchen, TV-Dinner etc.
  • Kaltmahlen ist ein Prozess bei dem die CO2-Zugabe die Wärmebildung beim Mahlprozess verhindert und das Mahlgut vor Qualitätsverlusten schützt. Das Mahlgut bleibt rieselfähig und die Werkzeuge verkleben nicht. Das CO2 erhält die ätherischen Inhaltsstoffe, verdrängt den Sauerstoff und schützt dadurch vor Oxidation.
  • Durch das Kühlen mit CO2 wird der Produktionsprozess beschleunigt. Es wird zum Kühlen von Gebäck, Teig und z.B. auch Blumen verwandt. Es ist ebenfalls eine Kühlmethode für Lebensmittel, die schnell verpackt werden müssen und für mehrlagige Produkte.